So wählst du die richtige Belichtungsmessmethode für deine Aufnahme
Die Belichtung ist eine der wichtigsten Einstellungen in der Fotografie, denn sie bestimmt, wie hell oder dunkel ein Foto ist. Viele Kameras verwenden einen automatischen Belichtungsmesser, um die Belichtung zu bestimmen. Dieser funktioniert in den meisten Fällen gut, aber er kann auch zu unerwünschten Ergebnissen führen. Die Belichtungsmessung ist der Prozess, mit dem der Belichtungsmesser die Belichtung eines Fotos bestimmt. Es gibt vier verschiedene Belichtungsmessmethoden:

Die Mehrfeldmessung ist die am häufigsten verwendete Belichtungsmessmethode. Sie misst die Helligkeit eines gesamten Bildbereichs, in der Regel etwa 9% des Bildes. Die Kamera verwendet dann diese Messung, um die Belichtung zu bestimmen. Die Mehrfeldmessung ist eine gute Wahl für die meisten Aufnahmen. Sie ist relativ unkompliziert und liefert in der Regel gute Ergebnisse.
Wie funktioniert die Mehrfeldmessung?
Die Mehrfeldmessung unterteilt das Bild in mehrere Messfelder. Die Kamera misst dann die Helligkeit in jedem Messfeld und berechnet aus diesen Messungen die optimale Belichtung. Die Anzahl der Messfelder und die Art und Weise, wie sie verteilt sind, variieren je nach Kameramodell. Einige Kameras verwenden nur wenige Messfelder, während andere Hunderte oder sogar Tausende von Messfeldern verwenden.
Vorteile
- Sie ist relativ unkompliziert und leicht zu verstehen.
- Sie liefert in der Regel gute Ergebnisse für die meisten Aufnahmen.
- Sie kann auch für Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen verwendet werden.
Nachteile
- Sie kann zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist.
- Sie kann zu unscharfen Fotos führen, wenn sich das Motiv im Bild bewegt.
Wie verwende ich die Mehrfeldmessung?
Die Mehrfeldmessung ist in den meisten Kameras standardmäßig aktiviert. Wenn du die Mehrfeldmessung verwenden möchtest, musst du nichts weiter tun.
Wenn du die Mehrfeldmessung optimieren möchtest, kannst du die Belichtungsmessmethode deiner Kamera einstellen. In der Regel findest du diese Einstellung im Menü deiner Kamera.
Tipps für die Verwendung der Mehrfeldmessung
- Experimentiere mit verschiedenen Belichtungsmessmethoden, um herauszufinden, welche die besten Ergebnisse für deine Aufnahmen liefert.
- Überprüfe die Belichtung deines Fotos im Histogramm. Das Histogramm zeigt dir die Helligkeitsverteilung in deinem Foto.
- Verwende die Belichtungskorrektur, um die Belichtung deines Fotos manuell anzupassen.
Mehrfeldmessung in der Landschaftsfotografie
In der Landschaftsfotografie ist die Mehrfeldmessung in der Regel die beste Wahl. Sie liefert für gewöhnlich gute Ergebnisse für Landschaftsfotos, da sie die Helligkeit des gesamten Bildes berücksichtigt.
Wenn du jedoch ein Landschaftsfoto mit einem sehr hellen oder dunklen Vordergrund oder Hintergrund fotografierst, solltest du die Belichtungskorrektur verwenden, um die Belichtung zu korrigieren.
Mehrfeldmessung in der Porträtfotografie
In der Porträtfotografie kann die Mehrfeldmessung zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist. Zum Beispiel, wenn du ein Porträt mit einem hellen Hintergrund fotografierst, kann die Mehrfeldmessung das Gesicht des Motivs zu dunkel abbilden.
In diesem Fall solltest du die Spotmessung verwenden, um die Belichtung des Gesichts des Motivs zu steuern.
Fazit
Die Mehrfeldmessung ist eine gute Wahl für die meisten Aufnahmen denn sie ist relativ unkompliziert und liefert in der Regel gute Ergebnisse. Wenn du jedoch ein Motiv mit einem großen Helligkeitsunterschied fotografierst, solltest du die Belichtungskorrektur oder eine andere Belichtungsmessmethode verwenden.

Die Selektivmessung ist eine Belichtungsmessmethode, die die Helligkeit eines kleinen Bereichs im Sucher misst. Dieser Bereich kann von etwa 5 bis 15 % des Bildes umfassen. Die Kamera verwendet dann diese Messung, um die Belichtung zu bestimmen.
Die Messung ist eine gute Wahl für Aufnahmen, bei denen ein bestimmter Bereich im Vordergrund oder Hintergrund besonders wichtig ist. Zum Beispiel, wenn du ein Porträt mit einem unscharfen Hintergrund fotografierst, kannst du die Selektivmessung verwenden, um den Fokus auf das Gesicht des Motivs zu legen.
Vorteile
- Genaue Belichtung: Die Selektivmessung ermöglicht es dir, die Belichtung eines bestimmten Bereichs im Foto genau zu kontrollieren.
- Kreative Effekte: Die Selektivmessung kann verwendet werden, um kreative Effekte zu erzielen, z. B. einen unscharfen Vordergrund oder Hintergrund.
Nachteile
- Schwierig zu beherrschen: Die Selektivmessung erfordert etwas Übung, um sie richtig zu verwenden.
- Nicht für alle Aufnahmen geeignet: Die Selektivmessung ist nicht für alle Aufnahmen geeignet, z. B. für Aufnahmen mit gleichmäßiger Helligkeit.
Beispiele für die Verwendung der Selektivmessung
- Porträts: Die Selektivmessung kann verwendet werden, um den Fokus auf das Gesicht des Motivs zu legen. Dazu wählst du den Bereich im Sucher aus, der das Gesicht des Motivs enthält.
- Landschaftsfotografie: Die Selektivmessung kann verwendet werden, um einen bestimmten Bereich in einer Landschaft hervorzuheben. Dazu wählst du den Bereich im Sucher aus, den du hervorheben möchtest.
- Nachtfotografie: Die Selektivmessung kann verwendet werden, um einen hellen Vordergrund in einer Nachtaufnahme hervorzuheben. Dazu wählst du den Bereich im Sucher aus, der den hellen Vordergrund enthält.
Tipps
- Achte darauf, dass du den Bereich, den du messen möchtest, genau verfolgst. Wenn du den Bereich verschiebst, wird sich auch die Belichtung ändern.
- Verwende die Belichtungskorrektur, um die Belichtung deines Fotos manuell anzupassen. Wenn der Hintergrund zu hell oder zu dunkel ist, kannst du die Belichtungskorrektur verwenden, um ihn zu korrigieren.
Fazit
Die Selektivmessung ist eine flexible Belichtungsmessmethode, die dir ermöglicht, die Belichtung deines Fotos auf einen bestimmten Bereich des Bildes zu konzentrieren. Mit ein wenig Übung kannst du die Selektivmessung für eine Vielzahl von Aufnahmen einsetzen.

Die Spotmessung ist eine Belichtungsmessmethode, die die Helligkeit eines sehr kleinen Bereichs, in der Regel nur etwa 2% des Bildes, misst. Die Kamera verwendet dann diese Messung, um die Belichtung zu bestimmen.
Die Spotmessung ist eine gute Wahl für Aufnahmen, bei denen ein bestimmter Bereich im Vordergrund besonders wichtig ist. Zum Beispiel, wenn du ein Porträt mit einem unscharfen Hintergrund fotografierst, kannst du die Spotmessung verwenden, um den Fokus auf das Gesicht des Motivs zu legen.
Vorteile
- Genaue Belichtung: Die Spotmessung misst die Helligkeit eines sehr kleinen Bereichs, wodurch die Belichtung sehr genau bestimmt werden kann.
- Kreative Effekte: Die Spotmessung kann verwendet werden, um bestimmte Bereiche des Fotos hervorzuheben oder zu unterdrücken.
Nachteile
- Schwierig zu kontrollieren: Die Spotmessung kann schwierig zu kontrollieren sein, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist.
- Kann zu Überbelichtung oder Unterbelichtung führen: Wenn du die Spotmessung nicht richtig verwendest, kann es zu Überbelichtung oder Unterbelichtung in anderen Bereichen des Fotos führen.
Anwendung der Spotmessung
Um die Spotmessung zu verwenden, musst du zunächst die Spotmessmethode in den Einstellungen deiner Kamera aktivieren. Dies ist normalerweise in den Menüoptionen "Belichtungsmessung" oder "Belichtungsmessmodus" möglich.
Sobald die Spotmessmethode aktiviert ist, kannst du die Kamera so einstellen, dass sie die Helligkeit des Bereichs misst, auf den du den Fokuspunkt legst. Dazu musst du den Fokuspunkt auf den Bereich legen, den du belichten möchtest.
Die meisten Kameras zeigen dir im Sucher oder im Display einen kleinen Kreis an, der den Bereich der Spotmessung anzeigt.
Tipps für die Verwendung der Spotmessung
- Verwende die Spotmessung nur für Aufnahmen, bei denen ein bestimmter Bereich im Vordergrund besonders wichtig ist.
- Wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist, solltest du die Spotmessung mit Vorsicht verwenden.
- Überprüfe die Belichtung deines Fotos im Histogramm. Das Histogramm zeigt dir die Helligkeitsverteilung in deinem Foto.
- Verwende die Belichtungskorrektur, um die Belichtung deines Fotos manuell anzupassen.
Beispiele für die Verwendung der Spotmessung
- Porträts mit geringer Schärfentiefe: Die Spotmessung kann verwendet werden, um den Fokus auf das Gesicht des Motivs zu legen und den Hintergrund unscharf zu machen.
- Naturfotografie: Die Spotmessung kann verwendet werden, um bestimmte Details in einem Motiv hervorzuheben.
- Nachtfotografie: Die Spotmessung kann verwendet werden, um die Belichtung eines bestimmten Bereichs in einer dunklen Szene zu bestimmen.
Fazit
Die Spotmessung ist eine nützliche Belichtungsmessmethode, die dir dabei helfen kann, bestimmte Bereiche deiner Fotos hervorzuheben oder zu unterdrücken. Mit ein wenig Übung kannst du die Spotmessung verstehen und einsetzen, um deine Fotos zu verbessern.

Die Mittenbetonte Messung ist eine Belichtungsmessmethode, die die Helligkeit eines mittleren Bereichs des Bildes misst, in der Regel etwa 30% des Bildes. Die Kamera verwendet dann diese Messung, um die Belichtung zu bestimmen.
Die mittenbetonte Messung ist eine gute Wahl für Aufnahmen mit gleichmäßiger Helligkeit. Sie kann jedoch zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist.
Vorteile
- Gute Ergebnisse bei gleichmäßiger Helligkeit
- Relativ unkompliziert
- Keine spezielle Ausrüstung erforderlich
Nachteile
- Kann zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist
- Kann schwierig sein, die richtige Belichtung zu finden, wenn das Motiv sich im Bild bewegt
Anwendungsmöglichkeiten der mittenbetonten Messung
- Landschaftsfotos
- Innenaufnahmen
- Stillleben
Beispiele für die Anwendung der mittenbetonten Messung
- Landschaftsfoto: Die mittenbetonte Messung ist eine gute Wahl für Landschaftsfotos, da sie eine gleichmäßige Belichtung des gesamten Bildes gewährleistet.
- Innenaufnahme: Die mittenbetonte Messung ist auch eine gute Wahl für Innenaufnahmen, da sie die Helligkeit von Wänden und Möbeln berücksichtigt.
- Stillleben: Die mittenbetonte Messung ist ebenfalls eine gute Wahl für Stillleben, da sie die Helligkeit von Objekten wie Blumen und Vasen berücksichtigt.
Tipps für die Verwendung der mittenbetonten Messung
- Überprüfe die Belichtung deines Fotos im Histogramm. Das Histogramm zeigt dir die Helligkeitsverteilung in deinem Foto. Wenn du einen großen Helligkeitsunterschied im Motiv hast, kann es sein, dass du die Belichtung manuell anpassen musst.
- Verwende die Belichtungskorrektur, um die Belichtung deines Fotos manuell anzupassen. Wenn du einen großen Helligkeitsunterschied im Motiv hast, kannst du die Belichtungskorrektur verwenden, um die Belichtung manuell anzupassen.
Fazit
Die mittenbetonte Messung ist eine gute Wahl für Aufnahmen mit gleichmäßiger Helligkeit. Sie kann jedoch zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn das Motiv einen großen Helligkeitsunterschied aufweist. Mit ein wenig Übung kannst du die mittenbetonte Messung für deine Aufnahmen einsetzen und so deine Fotos verbessern.
Zonenmessung
Die Zonenmessung ist eine manuelle Belichtungsmessmethode, die auf einem System von 11 Zonen basiert. Jede Zone hat einen bestimmten Helligkeitswert. Die Zonenmessung erfordert etwas Übung, kann jedoch sehr präzise sein.
Grundlagen der Zonenmessung
Die Zonenmessung basiert auf dem Zonensystem von Ansel Adams. Adams entwickelte das Zonensystem in den 1940er Jahren, um Fotografen dabei zu helfen, die Belichtung ihrer Fotos genau zu kontrollieren.
Das Zonensystem basiert auf einem 11-stufigen Helligkeitsskala. Jede Zone hat einen bestimmten Helligkeitswert. Die Zonen sind wie folgt definiert:

Anwendung der Zonenmessung
Um die Zonenmessung anzuwenden, musst du zunächst das Motiv in Zonen einteilen. Das kannst du entweder im Auge oder mithilfe eines Zonenmessers tun.
Sobald du das Motiv in Zonen eingeteilt hast, kannst du die Belichtung so einstellen, dass das wichtigste Motiv in Zone 5 liegt.
Wenn das Motiv in Zone 5 liegt, ist es weder zu hell noch zu dunkel. Es hat einen natürlichen, ausgewogenen Kontrast.
Vorteile der Zonenmessung
- Sie ist sehr präzise.
- Sie ermöglicht es dir, die Belichtung deiner Fotos genau zu kontrollieren.
- Sie kann dir helfen, kreative Effekte zu erzielen.
Nachteile der Zonenmessung
- Sie erfordert etwas Übung.
- Sie ist nicht so intuitiv wie automatische Belichtungsmessmethoden.
Tipps für die Anwendung der Zonenmessung
- Übe mit verschiedenen Motiven, um ein Gefühl für die Zonen zu bekommen.
- Beginne mit einfachen Motiven und arbeite dich dann zu komplexeren Motiven vor.
- Verwende einen Zonenmesser, um das Einteilen des Motivs in Zonen zu erleichtern.
Beispiele für die Verwendung der Zonenmessung
Die Zonenmessung kann für eine Reihe von Aufnahmen verwendet werden, darunter:
- Porträts: Um das Gesicht des Motivs in Zone 5 zu belichten, kannst du die Spotmessung verwenden und den Spot auf das Gesicht des Motivs richten.
- Landschaftsfotos: Um die Landschaft in Zone 5 zu belichten, kannst du die Mehrfeldmessung verwenden.
- Streetfotografie: Um eine Szene in Zone 5 zu belichten, kannst du die Spotmessung verwenden und den Spot auf einen wichtigen Bereich der Szene richten.
Experimentiere mit der Zonenmessung, um herauszufinden, wie du sie für deine Aufnahmen einsetzen kannst.
Fazit
Die Zonenmessung ist eine komplexe, aber mächtige Belichtungsmethode. Sie kann dir dabei helfen, deine Fotos genauer zu kontrollieren und kreative Effekte zu erzielen.
Tipps für die Verwendung der Belichtungsmessung
Experimentiere mit verschiedenen Belichtungsmessmethoden, um herauszufinden, welche die besten Ergebnisse für deine Aufnahmen liefert.
Überprüfe die Belichtung deines Fotos im Histogramm, denn dieses zeigt dir die Helligkeitsverteilung in deinem Foto. Verwende die Belichtungskorrektur, um die Belichtung deines Fotos manuell anzupassen.
Wie wähle ich die richtige Belichtungsmessmethode?
Für die meisten Aufnahmen genügt die Mehrfeldmessung.
Die Spotmessung eignet sich für Aufnahmen, bei denen ein bestimmter Bereich besonders wichtig ist.
Verwende die Mittenbetonte Messung für Aufnahmen mit gleichmäßiger Helligkeit
Wenn du die Belichtung deiner Fotos genau kontrollieren möchtest, verwende die Zonenmessung,
Fazit
Die Belichtungsmessung ist eine wichtige Einstellung, welche die Belichtung deines Fotos bestimmt. Mit ein wenig Übung kannst du die richtige Belichtungsmessmethode für deine Aufnahmen wählen und so deine Fotos verbessern.